Wie kommt unsere Loge zu dem Namen „Porta Regis“?

Porta Regis Freimauererloge Lorsch. In Lorsch an der Bergstraße, zwischen Worms und Darmstadt gelegen, steht ein außergewöhnliches Gebäude, die Torhalle oder auch „Königshalle“ genannt. Sie ist eines der ältesten und zugleich bedeutendsten Baudenkmäler Deutschlands aus vorromanischer Zeit.

Die Königshalle der früheren Abtei Lorsch, 1991 in die Liste der UNESCO Welterbe aufgenommen, gehört zu den seltenen noch erhaltenen spätkarolingischen Bauten, die heute noch in ihrem ursprünglichen Aussehen erhalten sind.

Seit seiner Gründung in karolingischer Zeit bis weit in das Hochmittelalter zählte das Kloster Lorsch zu den wichtigsten kulturellen Zentren zur Verbreitung der am Königshof entwickelten Bildungsprogramme.

Berühmtheit erlangte die Abtei durch ihr Skriptorium und ihre umfangreiche Bibliothek, eine der größten und bedeutendsten des Mittelalters. Heute sind die noch erhaltenen Werke auf 73 Bibliotheken weltweit verstreut.

Der Name „Porta Regis“
Die Königshalle [Porta Regis]

Auch in medizinischer Hinsicht war das Kloster ein wichtiger Vorreiter: Das Lorscher Arzneibuch aus dem Ende des 8. Jahrhunderts ist die älteste erhaltene medizinisch-pharmazeutische Handschrift nachantiker Zeit und gilt als Symbol für den Beginn der modernen Medizin. Daher wurde es in das UNESCO-Verzeichnis des Weltdokumentenerbes aufgenommen.

Selbst in einer der wohl bekanntesten Sagen, dem Nibelungenlied, wird das Kloster Lorsch erwähnt, und zwar als Grablege Siegfrieds. Wie gesagt: eine Sage. Sicher hingegen war es die Ruhestätte der letzten ostfränkischen Könige aus dem karolingischen Geschlecht.

Heute ist die Stätte ein wichtiger Impulsgeber in der Vermittlung des kulturellen Dialogs. Die Welterbestätte initiierte als eine der ersten ein interkulturelles Netzwerk zwischen Klöstern auf der Welterbeliste. Das Kloster Lorsch, das armenisch-orthodoxe Kloster Geghard in Armenien, das buddhistische Kloster Haeinsa in Südkorea und das Benediktinerkloster St. Johann in der Schweiz bilden eine internationale Partnerschaft im Sinne der Welterbekonvention, die selbst im Geiste der internationalen Zusammenarbeit und Solidarität begründet wurde.

Aufgrund dieser historisch bedeutsamen Stätte war es für uns naheliegend, den Namen „Porta Regis“ zu wählen. Es ist eine große Ehre aber auch Verpflichtung, den Namen der berühmten „Königshalle“ zu tragen.